Zucker oder Süßstoff – was ist gesünder? Alternativen?

Zucker

Beim Kampf gegen Übergewicht werden die in Zucker enthaltenen Kohlenhydrate als Hauptursache für Fetteinlagerungen angesehen. Deshalb greifen immer mehr Menschen zu Alternativen wie Süßstoff. Wir zeigen Dir, was für und gegen beide Süßungsmittel spricht und welche Alternativen es noch gibt.

Zucker vs. Süßstoff : Der große Überblick

Zucker

Zucker wird aus Zuckerrohr- oder Zuckerrübensaft ausgekocht bzw. ausgepresst. Danach wird er mit Wasser verdünnt und gekocht, bis er kristallisiert.

Zucker macht dick

Zucker ist ein kalorienreiches Produkt. Der Pro-Kopf-Verbrauch an Zucker liegt in Deutschland bei rund 36 Kilogramm pro Jahr. Nur sechs Kilogramm davon werden direkt als Haushaltszucker verwendet. Stolze 30 Kilogramm sind in bereits verarbeiteten Lebensmitteln enthalten, die man z.B. im Supermarkt kauft. Ein großer Teil davon steckt in zuckerreicher Limonade. 0,33 Liter Cola beinhalten z.B. 139 Kalorien und decken somit schon rund 7 % des empfohlenen Tagesbedarfs. Wenn man nun dauerhaft mehr Kalorien zuführt, führt das letztendlich zu Fetteinlagerungen. Kurzum: Man wird dick.

 

Zucker ist schlecht für die Zähne

Zucker wird im Mundraum in Säure verwandelt, die den Zahnschmelz angreifen und dadurch die Zähne nachhaltig schädigen kann. Beim Konsum von Limonade kann sich der Zucker besonders gut im Mundraum verteilen. Zahnärzte raten daher zu Süßstoff, der unschädlich für die Zähne ist.

 

Zucker macht süchtig

Studien haben gezeigt, dass übermäßiger Verzehr von Zucker süchtig machen kann. Wenn nun der gewohnte „Stoff“ nicht mehr zugeführt wird, treten typische Entzugserscheinungen auf.

Zucker verursacht Diabetes

Anders als der Name vermuten lässt, wird die Zuckerkrankheit Diabetes, nicht durch Zucker ausgelöst. Vielmehr handelt es sich um eine Krankheit, die zur Über- oder Unterzuckerung des Blutes führt. Deshalb müssen Zuckerkranke ihre Insulindosierung auf die Menge des konsumierten Zuckers abstimmen. Gesunde Menschen haben bei normaler Dosierung von Zucker keine gesundheitlichen Probleme zu befürchten.

Süßstoff

Süßstoff wird meist auf chemischem Weg erzeugt. Er hat nur wenige Kalorien, weist zugleich aber eine bis zu 3.000-fach höhere Süßkraft als Zucker auf. So haben 100 Gramm des bekanntesten Süßstoffs Saccharin nur 250 Kalorien.

Süßstoff ist nicht gleich Süßstoff. In Deutschland am verbreitetsten sind Saccharin, Sucralose und Aspartam. Doch was sind die Unterschiede?

 

Saccharin

Saccharin gibt es bereits seit dem 19. Jahrhundert in Deutschland. Seitdem gab es unzähliche Studien an Ratten, welche Gesundsheitsrisiken (u.a. Krebs) Saccharin mit sich bringt. Die Forschungsergebnisse fallen jedoch immer wieder unterschiedlich aus. Letztendlich konnte noch nie ein Zusammenhang zwischen Saccharin und einem erhöhten Krebsrisiko nachgewiesen werden.

 

Sucralose

Im Gegensatz zu Saccharin gibt es Sucralose erst seit 2004 in Europa. Sucralose schmeckt bis zu 600-mal süßer als gewöhnlicher Kristallzucker, weswegen er nur in geringen Dosierungen verwendet wird. Den Grundstein für Sucralose bildet Saccharose (Kristallzucker), dessen Hydroxygruppen gegen Chloratome ausgetauscht wurden. In der Folge schmeckt man zwar die Süße im Mund, dem Körper wird jedoch keine Energie zugeführt. Gesundheitlich ist Sucralose unbedenklich.

 

Aspartam

Aspartam ist der umstrittenste Süßstoff. Seit den 60er Jahren gibt es ihn und seitdem wird er genauso kontinuierlich untersucht. Häufige Vorwürfe sind, dass eine zu hohe Dosierung Aspartam Krebs, Impotenz, Haarausfall oder Kopfschmerzen auslöst. Die Wahrheit ist jedoch, dass gesundheitliche Risiken erst ab einer Menge von 40 mg/Kg Körpergewicht auftreten können. Dafür müsste man jedoch rund 50 Cola Light trinken.

Süßstoff erhöht die Insulinausschüttung

Oftmals hört man, dass Süst0ffe dem Körper die Aufnahme von Zucker vortäuschen und in der Folge eine erhöhte Insulinausschüttung verursachen. Davon würde der Hunger steigen, dick werden und das Risiko an Diabetes zu erkranken steigen. Ein Zusammenhang wurde jedoch bisher nicht wissenschaftlich bewiesen. Häufiger ist es jedoch so, dass viele Menschen glauben, dass Light-Produkte gesünder seien und sie deshalb vermehrt zugreifen. Das ist jedoch nicht der Fall, so enthalten z.b. Light Chips sogar mehr Fett als normale Chips und so in der Summe sogar mehr Kalorien.

Alternativen zu herkömmlichem Zucker

Mit dem Bio-Boom der letzten Jahre hat auch die Anzahl der alternativen (natürlichen) Süßungsmittel zugenommen. Wir stellen Dir hier die beliebtesten vor.

Agavendicksaft stammt ursprünglich aus Mexiko. Die Ureinwohner haben schon vor tausenden von Jahren den Saft der Agave genutzt – als Nahrungsmittel, aber auch als Medizin. Heutzutage nutzt man ihn vor allem, um Desserts, Müsli, Joghurt, Getränke und Marmeladen zu süßen. Diabetiker sollten jedoch sparsam mit Agavendicksaft umgehen, da er sehr viel Fruktose enthält und somit den Blutzuckerspiegel ansteigen lässt. Dadurch ist er aber auch sehr süß: 100 g Agavendicksaft (300 kcal) süßen so stark wie 125 g Haushaltszucker.

Schon die indigen Völker Nordamerikas und Kanadas haben den Ahornbaum „angezapft“: Über Löcher in der Rinde wird Ahornsaft gewonnen. Dieser wird anschließend eingedickt. Aus 40 Litern Saft wird ein Liter Sirup. In dem stecken neben Zucker auch Calcium, Eisen, Phosphor, Kalium und Eiweiß. Das sind mehr Mineralstoffe als z.B: in Honig enthalten sind. 100 g Ahornsirup (274 kcal) können gut 130 g Haushaltszucker ersetzen – zum Beispiel beim Backen, aber auch zum Würzen von Suppen, Saucen und Dressings.

Honig hat zwar fast genauso viele Kalorien (306 kcal pro 100 g) wie Zucker, aber dafür enthält er auch Antioxidantien und Nährstoffe – z.B. Vitamin B und C, Kalium, Calcium, Eisen und Magnesium. Honig ist perfekt geeignet, um Desserts zu verfeinern und Kuchen zu süßen. Allergiker sollten allerdings aufpassen, da viele Honigsorten Blütenpollen enthalten. Für Diabetiker gilt ebenfalls: Honig nur in Maßen essen, da er den Blutzuckerspiegel genauso ansteigen lässt wie Haushaltszucker.

Kaum Kalorien, unschädlich für die Zähne, kein Einfluss auf den Insulinspiegel und eine Süßkraft, die 300-mal stärker ist als die von Zucker – seit ein paar Jahren ist die „Wunderpflanze“ Stevia auch in Deutschland für Lebensmittel zugelassen. Steviolglycoside dürfen Joghurts, Müslis, Getränken, Schokolade und anderen Süßigkeiten zugesetzt werden. Als Nachteil wird jedoch häufig der leicht bittere Nachgeschmack empfunden.

Zuckerrübensirup ist eine der bekanntesten Zucker-Alternativen. Man kann ihn zum Würzen von Dressings, Quark, Joghurt, Suppen und zum Backen verwenden. Das Süßmittel entsteht, wenn Zuckerrüben gehäckselt, dann stundenlang gedämpft und anschließend gepresst werden. So enthält man aus einem Kilo Rüben 200 g Sirup. Zuckerrübensirup punktet mit vielen Mineralstoffen: Schon 100 g decken etwa 5 % des Tagesbedarfs an Kalium, Phosphor und Magnesium sowie 15 % des Tagesbedarfs an Eisen.

Fazit: Die Dosis entscheidet

Nachhaltige Belege für das Für und Wider von Zucker und Süßstoff gibt es nicht – die Dosis macht das Gift. Auch andere Faktoren wie sportliche Betätigung und die allgemeine Ernährung spielen eine wichtige Rolle.

Dennoch kann es nicht schaden, öfter mal auf alternative, natürliche Süßungsmethoden zurückzugreifen und seinen Geschmackshorizont zu erweitern.

 

Kennst Du weitere Alternativen zur Süßung von Lebensmitteln? Stell sie uns in den Kommentaren vor!

5 Kommentare
  1. bluescreen.se 1 Monat vorher

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